menu Startseite
SchriftstellerlebenTopartikel

Talk. Talk. Schreibtalk.

Ronny Rindler | 6. Juli 2018
Interview mit schauLEBEN auf SchauTV

Interviewtermin! Am 3. Juli lud mich die Österreichische Fernsehsendung schauLEBEN vom Kurier ins TV-Studio zum Schreibtalk. Erste Lektion: Im Fernsehen gibt’s kein Lektorat. 😉

Auf ins Fernsehen! Wenn man als Schriftsteller den grĂ¶ĂŸten Teil des Tages am Schreibtisch verbringt (oder auf dem Balkon oder ausgedehnten HundegassigĂ€ngen prokastiniert), freut man sich ĂŒber ein wenig Abwechslung im Berufsalltag.

Diesmal ging es fĂŒr den noch relativ jungen Österreichischen Fernsehsender SchauTV ins Kurier Medienhaus. Das Lifestyle und WohlfĂŒhlmagazin schauLEBEN lud zum Schreibtalk ein. Naja, ĂŒbers Schreiben talken, das geht immer, oder? Schauen wir mal 


Kurier Medienhaus, Krimi-Autor vor dem schauLEBEN-Interview

Auf ins Wiener schauLEBEN-Studio. Ein wenig Talken kann ja eigentlich jeder, oder?

Make-up: irgendwelche WĂŒnsche?

Im Grunde bin ich ja einiges gewöhnt. Ich habe Telenovela gedreht, bereits selbst vor der Kamera Live-Sendungen moderiert (hatte sicher nichts mit mir zu tun, dass der Fernsehsender damals kurz darauf geschlossen wurde 😆 ). Aber auf eine Frage war ich dann doch nicht vorbereitet.

Die nette Dame in der Maske lĂ€chelt mich an. „Hast du irgendwelche WĂŒnsche?“
WĂŒnsche? Beim Make-up? Ich erinnere mich dunkel an ein MĂ€nner-Tutorial vom Jake-Jamie ĂŒber das ich wĂ€hrend der Proben fĂŒr Mord auf Sendung gestolpert bin. Die nette Dame scheint mir meine Verunsicherung anzusehen.
„Oder einfach nur Puder?“
What?! Nur Puder? Im Fernsehen? FĂŒnfundzwanzig bin ich ja nun auch nicht mehr. Und Horror schreibe ich auch nicht. Schweißperlen bilden sich auf meiner Stirn und anderswo. HĂ€tte ich doch nur ein wenig besser geschlafen. Dann könnte ich jetzt klarer denken. Ich halte inne. Besser schlafen – das ist es! Erleichtert deute ich auf meine Augenringe. Die Dame sieht mich kritisch an, greift zu ihrer Farbpalette, mischt irgendwas Beiges mit Blutrot, setzt den Pinsel an, stoppt.
„Oh, der Pinsel riecht noch ein wenig vom Alkohol.“ Sie kichert. „Also von der Desinfektion.“
Na dann 
 Ich hab die Augen schön. Los geht’s!

Ronny Rindler im Interview bei schauLEBEN

Interviewtime. Siehst du: Ich hab‘ die Augen schön! 😀

Cool bleiben, lÀcheln und einfach nur antworten. Oder?

Moderatorin und Dacing-Stars-Profi Conny Kreuter steht bereit. Also auf ins Fernsehstudio! Verkabelt, bequem in den Talk-Sessel gesetzt, am Wasserglas genippt, kurzes VorgesprÀch und schon sind wir mitten im Interview.

Conny macht das großartig. Sie fĂŒhrt das GesprĂ€ch sicher und zielgerichtet. Nur muss man ja auch zuhören. Mehrfach wirft sie mir das Stichwort „MĂ€rchen“ zu, auf das wir uns vorher geeinigt haben und ich ĂŒbergehe es konsequent 😳 . Aber Conny behĂ€lt die Nerven – und ihr LĂ€cheln. Obendrein wirft sie mir sogar den Marketing-Spielball zu. Wir haben gerade ĂŒber meine Schreibkurse im SchreibcafĂ© Wien gesprochen. Sie spricht mich auf meine Webseite an. Doch anstatt die Adresse zu sagen, nicke ich nur freundlich. Kurz darauf: Abpfiff. Das Interview ist im Kasten. Ohne MĂ€rchen und ohne Webadresse.

Wieder was gelernt: Im Fernsehen gibt’s kein Lektorat. WĂ€hrend wir Autoren an unseren Texten pfeilen und schrauben bis der Arzt kommt, gibt’s im Showbiz immer nur einen Wurf. HĂ€tte ich ja eigentlich selber wissen können. Gott sei Dank ging’s noch nicht um meine Romanveröffentlichung im Oktober. Da werde ich dann wohl schon Tage vorher wie ein Mantra runterbeten: „Sag den Titel: toi, toi, TOT!“ 😀

Das Interview in voller LĂ€nge gibt es auf der Webseite von schauLEBEN. Auf Minute 28:15 vorspulen und los geht’s. > Sendung vom 3. Juli 2018 jetzt ansehen

Geschrieben von Ronny Rindler





play_arrow skip_previous skip_next volume_down
playlist_play